Maihaugen PDF Drucken E-Mail
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Maihaugen Museum Lillehammer

Immer einen Besuch wert ist das weit über die Landesgrenzen bekannte Freilichtmuseum Maihaugen.
In Maihaugen sorgt man dafür, daß die Generationen erfahren, wie unsere Vorväter gelebt haben. Die Sammlung zeigt alte Häuser und Hofanlagen und Gebrauchsgegenstände, die der Zahnarzt Sandvig zu seinen Lebzeiten "zusammengetragen" hat, oder von den armen Bauern bekam, die sich eine zahnärtzliche Behandlung nicht leisten konnten.
In den Sommermonaten sind die Höfe und Häuser bewohnt, darunter auch das Olsen-Haus in der Städtischen Abteilung. So können die Besucher hautnah erleben, wie man zu seiner Zeit lebte.

Egal, wo Sie sich im Gudbrandsdal bewegen, Ihnen wird ständig die norwegische Geschichte auf den Fersen sein, alte Stabkirchen und Gebäude, Kunsthandwerk, Malerei und Musik sind fest verankert in der Geschichte des Landes. Maihaugen ist eines der größten Freilichtmuseen in Nord-Europa, geprägt von idylischen alten Bauerngebäuden in einer schönen Musumslandschaft. Maihügel so heißt der Park am Südostrand der Stadt einige Autominuten vom Zentrum aus zu erreichen ins Deutsche übersetzt. Die Sandvigschen Sammlungen des Zahnarztes Anders Sandvig, der 1887 mehr als einhundert alten Gebäuden und die bekannte Stabkirche von Garmo aus dem 12. Jahrhundert hierher brachte, ist zugleich das zweitgrößte Freilichtmuseum in Norwegen. Es umfaßt neben mehreren Holzhäusern mit offener Feuerstelle auch einige stattliche Bauernhöfe mit einigen Dutzend Gebäuden, sowie einige Setershütten, Werkstätten und eine Schule. Anders Sandvig brachte diese einzigartige Kollektion alter Bauernhöfe, samt einer Stabkirche auf dem Maihügel nach Lillehammer, um alte Gebäude vor dem Verfall zu retten und Sie für die Gegenwart zu sichern. Sandvig betreute als Zahnarzt einen der größten Distrikte des Landes, der sich von Jotunheimen und Rondane bis zum Dovrefjell und Gudbrandsdalen erstreckte. Auf seinen Fahrten entdeckte er immer wieder, wie Höfe einfach verlassen wurden und das alte Inventar verkauft oder zerstört wurde. Sandvig erkannte den kulturellen Wert der Gegenstände und Gebäude und nahm gern mit, was die Patienten ihm so auf der Reise an "Plunder" mitgaben. Eine hölzerne Gabel, ein alter Hobel oder nur ein gewebter Teppich. Im Jahre 1894 stelle Sandvig ein altes Haus neben dem Bahnhof auf, das er auf dem Hof Lyrke erworben hatte. In LillehammerMaihaugen Freilichtmuseum Lillehammer begannen sich die Bewohner über den Zahnarzt zu wundern, doch Sandvig setzte seine Verschönerungsaktionen weiter durch und sammelte zunächst sechs Häuser auf dem Maihügel zusammen. Im Freilichtmuseum gibt es für Besucher eine deutsche Führung, die ausführlich über die historische Kultur informiert. Maihaugen ist in eine reizvolle Landschaft eingebettet und man sollte sich schon einige Stunden Zeit nehmen, um in Ruhe alles anzusehen und die Kultur des Gudbrandsdalens durch vielfältige Gegenstände näher kennenzulernen. Besonders Lohnenswert ist ein Besuch im Frühjahr, wenn die Birken im Park in ein zerbrechliches zartes grün gehüllt werden und noch nicht soviele Besucher nach Lillehammer kommen.

Die Stadt

Die Stadt repräsentiert eine Stadt im norwegischen Inland um das Jahr 1900. Entlang der Hauptstraße stehen Stadthäuser aus Lillehammer mit Geschäften, Werkstätten, Wohnungen und anheimelnden Hinterhöfen.

Im August 1827 wurde vom norwegischen Parlament beschlossen, am Nordufer des Mjøsa-Sees einen Handelsort zu gründen. Lillehammer wurde errichtet, um den Warenverkehr mit dem Gudbrandsdal voranzutreiben. Die Stadt lag an der Hauptverbindung zwischen Christiania (dem heutigen Oslo) und Trondheim. Landwirtschaftliche Produkte wurden auf dem Landweg nach Lillehammer transportiert, dort umgeladen und auf dem See Richtung Hauptstadt befördert – im Sommer mit Booten und im Winter auf dem Eis. Die Wasserfälle des Flusses Mesna waren ein weiterer Punkt, der für die Ortswahl der neuen Stadt sprach. Die Wasserkraft, die man aus den Wasserfällen gewinnen konnte, war eine wichtige Ressource für Industrie und Handwerksbetriebe.

In den ersten Jahren wuchs die Stadt nur langsam. Mit der Verbesserung der Straße nach Christiania gewann die Rolle Lillehammers als Tor zum Gudbrandsdal an Bedeutung. 1841 wurde auf dem Mjøsa-See die erste Linienverbindung per Dampfschiff eingerichtet. In den 1850ern verbesserte man die Eisenbahnverbindung zwischen Christiania und Eidsvold. Dadurch wurde die Distanz zur Hauptstadt beträchtlich vermindert. Im Sommer gab es eine tägliche Verbindung nach Christiania, doch solange der Mjøsa-See nicht eisfrei war, kam die Post nur einmal in der Woche. Mit der Eröffnung eines Telegrafenbüros 1858 wurde die Kommunikation mit der Außenwelt einfacher.

In Lillehammer ließen sich vor allem Kaufleute und Handwerker aus der Umgebung nieder. Die Stadt war so angelegt, dass sie durch vier Straßen von Norden nach Süden und elf Straßen in Querrichtung in Blöcke aufgeteilt wurde. Die ersten Blöcke wurden entlang der Storgata, der Hauptstraße, angelegt, durch die der Verkehr aus Trondheim und dem Gudbrandsdal nach Christiania floss. 1860 war die gesamte Hauptstraße dicht bebaut, ansonsten waren nur einige Querstraßen bebaut. Der Mesnafluss stellte eine Trennlinie durch die Stadt dar. Nördlich davon befanden sich hauptsächlich Handwerker, die großen Gebäude der Kaufleute lagen südlich.

Die Stadtgebäude waren mit wenigen Ausnahmen in Blockbauweise mit Paneel errichtet. Die Bauweise war aus den ländlichen Gebieten rings um Lillehammer übernommen worden. Entlang der Straße lagen die Wohnhäuser, in den Hinterhöfen gab es Ställe, Lager- und Geräteschuppen, Werkstätten und „Bauernkammern“, in denen Bauern übernachten konnten, die geschäftlich mit den Kaufleuten zu tun hatten.


1894 wurde Lillehammer an das Eisenbahnnetz angeschlossen, und schon 1896 hatte der Eisenbahnbau durch das Gudbrandsdal Sel erreicht. 1921 war die Verbindung über das Dovregebirge nach Trondheim fertig. Eine neue Zeit zeichnete sich ab. Mit der Elektrizität, die eingeführt wurde, konnte die Straßenbeleuchtung ebenso betrieben werden wie Herde und Leselampen in den Häusern und Motoren in der Industrie. Die Bevölkerung Lillehammers stieg innerhalb von 30 Jahren auf mehr als das Doppelte, von 1.832 Einwohnern 1890 auf 5.189 im Jahr 1920.

In der Stadtabteilung zeigt das Museum Alltagsleben vom Ende des 19. bis zu den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Straßen, Häuser und Einrichtung sind nach dem Vorbild dieser Periode gestaltet. Die Anlage schildert das Leben und die Lebensumstände von Handwerkern, Arbeitern und Kaufleuten, Kindern und Dienstboten.

Kontakt:
Maihaugen Museum
Telefon: + 47 - 61 28 89 00
Telefax: + 47 61 28 89 01
E-post: post@maihaugen.no?Foresp%F8rsel%20via%20www.julebyen.com">post@maihaugen.no
Internett: www.maihaugen.no


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