 |
| Ringebu Stabkirche |
Die Christianisierung begann in Norwegen
vor etwa 1000 Jahren. Danach enstanden im Mittelalter bis zum Jahr 1537
ungefähr 1000 Stabkirchen. Die Kirchen in Norwegen waren zunächst
katholisch. Die Stabkirche in Ringebu wurde 1220 erbaut, sie gehört
zu den größten des Landes.
Der rote Turm
Ab 1380 war Norwegen mit Dänemark in einer Union und dort setzte
sich die lutherische Reformation seit 1536 durch.
Nach der Reformation wurde die Kirche im Jahr 1630 vom Baumeister Werner
Olsen umgebaut und bekam 1631 den charakteristischen roten Turm. Der überdachte
Eingangsbereich und der Umgang, das Seitenschiff sowie die Apsis wurden
entfernt und die Decke innerhalb der Kirche abgesenkt. Die Kirche erhielt
1717 erstmals einen Farbanstrich, so dass die Wände nur unterhalb
der abgesenkten Decke gestrichen wurden. Zu einem späteren Zeitpunkt
hatte die Kirche einen ganz weißen Anstrich und während der
umfassenden Restaurationsarbeiten im Jahr 1921 gab man den Wänden
der Kirche die
usprünglichen Farben wieder.
Aus der Pfahlkirchenzeit ist das Taufbecken aus Kleberstein bewahrt geblieben.
Das Taufbecken war ursprünglich in der nordwestlichen Ecke platziert.
Das Portal mit geschnitzten Schlangen und Drachen stammt auch von der ältesten
Kirche.
Der Eingangsbereich wurde leider entfernt, da man die Anweisung im Jahr
1820 bekam, die Türen in den Kirchen zu vergrößern. Die
Ursache war ein Brand in der Kirche von Grue in Solør am 1. Pfingsttag
1822, bei dem 113 Menschen in den Flammen umkamen.
Die Türen waren sehr eng, weil man der Auffassung war, dass die Personen
einzeln, ohne böse Geister in die Kirche eintreten sollten. Die Drachenköpfe
auf dem Dach hatten die gleiche Funktion, sie sollten das Böse fernhalten.
Die Ausgrabungen
In den Jahren 1980 – 81 wurden bei archeologischen Ausgrabungen
im Kirchenboden ungefähr 900 Münzen und andere Gegenstände
gefunden. Einige davon sind auf dem Pfarrhof ausgestellt. Die Münzen
, die man fand, waren wahrscheinlich gespendet oder verloren
gegangen. Viele der Münzen fand man im südlichen Teil der Kirche,
wo die Männer ihren Platz hatten. Die meisten Münzen sind aus
dem Mittelalter, speziell aus der Zeit Håkon Håkonsons 1217-
1263. Außerdem entdeckte man ein Pfahlloch einer noch älteren
Kirche, die an diesem Ort vor 1100 Jahren stand. Die Pfahlkirchen waren
Vorgänger der Stabkirchen, wo man die Pfähle direkt in die Erde
setzte. Diese faulten und die Kirchen standen nicht länger als 100
Jahre.
Während der Ausgrabungen fand man mehrere Särge unter dem Boden
und im Querschiff. Es waren hauptsächlich Pastoren mit ihren Familien.
Aber auch andere Personen erhielten einen Grabplatz in der Kirche. ”Baroness” Sophie
Amalie Rosenkrantz aus dem Baronat Rosendal spendete mehrere Gegenstände
der Kirche. Sie ist unter dem Kirchenboden begraben. Der deutsche Oberstleutnant
Poul Friedrich von Dresky war im Regiment von Opland tätig und bekam
durch seine Verdienste einen Grabplatz sowie eine Erinnerungstafel in der
Kirche.
Zwei andere Gedenktafeln in der Kirche sind dem Gemeindepfarrer Christoher
Kraft (1754) und seiner Familie gewidmet. Das Bild der Familie hängt
im Chor und das Bild mit dem Gemeindepfarrer selbst hat im Hauptschiff
seinen Platz. (Sigward Friis Irgens 1789).
Die Kirche wurde bis zur Reformation
im Jahr 1536 nicht verändert..
Nach und nach nahm man in der Kirche Veränderungen vor, die besonders
vom Stil des Barocks durch eindrucksvolle Schnitzereien geprägt waren.
Frederik des 4. Königsmonogramm in der Choröffnung findet man
in mehreren Kirchen im nördlich Gudbrandsdal. In Ringebu ist das Monogramm
aus dem Jahr 1703 aus dem auch die Kanzel stammt.
(Quelle: Ringebu
Stavkirke )
|
|
|
|